2021.06.03 – Olympia Absage hoch Drei …

… Da waren´s nur noch Zwei …

Zwei zukunftsbewusste Entscheidungen und ein Schicksalsschlag lassen die Mission Tokyo 2021 platzen.

Mit der heutigen Pressemitteilung bei der Mitteldeutschen Zeitung wird klar, dass ohne Nadine Müller nur noch zwei SV Athletinnen eine aussichtsreiche Chance auf die Nominierung für die Olympischen Spiele diesen Sommer in Tokyo haben.

Die Diskus Queen musste schweren Herzens ihre Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig absagen und somit auch auf eine Qualifikationsmöglichkeit für die Olympischen Spiele verzichten. Sie ist einfach nicht fit und kommt daher auch aktuell nicht an die geforderten Weiten mit ihrem Diskus heran. Nun gilt es die Rückenprobleme in den Griff zu bekommen und an einem Aufbau für die Heim EM 2022 zu arbeiten.  Gute Besserung und allzeit solides Training!

Bereits am vergangenen Mittwoch, eine Woche nach ihrem Comeback beim Anhalt Meeting in Dessau (22.05.) hat die #schnellstemama, Cindy Roleder, eine folgerichtige Entscheidung mit Trainer Wolfgang Kühne getroffen. Die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2021 wird nun abgebrochen. 5 Monate nach der glücklichen Geburt ihrer Tochter ist es einfach noch nicht möglich an alte Leistungsfähigkeiten anzuknüpfen und selbst wenn die Wahrscheinlichkeit bestünde, wären die Entbehrungen viel zu groß. Zitat Cindy Roleder (Facebook): „Ich würde alles immer wieder genau so machen aber vor allem bin ich jeden Morgen glücklich, wenn meine kleine Tochter mich mit ihren großen Strahleaugen anschaut. Keine Medaille der Welt kommt da ran.“ Elternglück ist da, um es auch zu genießen. So ist es genau der richtige Weg nun einen neuen Aufbau anzugehen, der für die Heim EM 2022 zu einer erfolgsversprechenden Leistungsfähigkeit führt. Wir sagen „Respekt für die Leistung und den Mut sowie couragierten Selbsteinschätzung.“

Einen bitteren und nicht zu erwartenden Rückschlag musste unser U23 Nachwuchssternchen Lucie Kienast hinnehmen. Ihre Chancen 6.400 Punkte im 7-Kampf und somit 400 Punkte mehr als bisher auf einen Wettkampf zu projizieren zweifelsohne er Wunschdenken aber dennoch nicht unmöglich, denn bei ihrem letzten Wettkampf am vergangenen Wochenende in Götzis beendetet sie ihren vermeintlich schwächeren ersten Tag mit rund 175 Punkten mehr als bei ihren bisherigen Hausrekorden. So sollte der 2. Tag mit Parade-Disziplin Weitsprung, sowie Könner-Disziplin Speerwurf und Kämpfer-Disziplin 800m überhaupt kein Problem darstellen und sie auf eine komfortable ausgangs Position für die kommenden internationalen Wettkämpfe verschaffen. Potenziell sogar ihre 6,71m im Weitsprung bestätigen und zu den beste 3 Weitspringerinnen der deutschen Frauen gehören lassen. Ein Olympiatraum mit realistischen Wurzeln, der nun doch auf tragische Weise zerplatz ist, als die Diagnose eines vorderen Kreuzbandriss klar war. Auf diesem Wege wünschen wir noch einmal maximale Genesungswünsche und allzeit ein fähiges Physiotherapeuten-Händchen, um bald wieder auf der großen Bühne zu glänzen. Zitat Lucie Kinast via Instagram: „Ich gebe nicht auf! Ich bemühe mich, ganz schnell wieder auf die Beine zu kommen“

Somit zählen Kugelstoßerin Sara Gambetta, jüngst als Team-EM Gewinnerin und Diskuswerferin Shanice Craft zu den Top-Favoriten für die Olympiatickets, die am kommenden Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig für die Top 3 jeder Disziplin vergeben werden.

Autor: Philipp Töpfer

Fotos: Trendblende/Michael Deutsch

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