08.07.2018 – Nachruf

Horst Gröschel

30.09.1927 – 07.06.2018

Mit Horst Gröschel verstarb einer der erfolgreichsten Nachwuchstrainer Sachsen-Anhalts. 1958 schon bei der Vereinigung der beiden halleschen Sportclubs SC Wissenschaft Halle und SC Chemie Halle-Leuna aktiv beteiligt, wirkte er danach  zwischenzeitlich in der BSG Chemie Buna Schkopau als Trainer und Organisator unzähliger Wettkämpfe. Die Breite seiner Arbeit ermöglichte es seiner BSG, mehrjährig Endrunden bei den Mannschaftsmeisterschaften zu erreichen. Es spricht für die Nachhaltigkeit seines damaligen Engagements, dass einige Athleten dieser Mannschaften nach ihrer aktiven Zeit weiter ehrenamtlich bis zur Gegenwart arbeiten.

Ab Mitte der 60er Jahre bildete dann die leistungssportliche Arbeit im Nachwuchstraining des SC Chemie Halle den Kern seiner engagierten Tätigkeit, hier besonders in der Disziplingruppe Wurf/Stoß. Unzählige KJS-Schüler hat er in väterlicher, aber auch konsequent fordernder und damit fördernder Art vom Aufbautraining zum Anschlußtraining begleitet. Welche Bedeutung das Nachwuchstraining für ihn besaß, geht daraus hervor, dass er seit der 1. DDR-Kinder- und Jugendspartakiade 1966 bis 1989 an allen dieser Zentralen Spartakiaden mit jungen AthletInnen teilgenommen hat – eine stolze Zahl, die nur wenige mit ihm teilen können.

Bereits in den 60er Jahren organisierten die Leichtathleten des SC Chemie Halle in den Monaten April und Mai Wurfwettbewerbe in Halle-Brandberge. Zu den Hauptinitiatoren zählt auch Horst Gröschel – neben Lothar Hinz, Günter Siegel und Gerhard Böttcher, denen es in den 70er Jahren gelingt, die Anziehungskraft ihrer Veranstaltung zunehmend auch für den Spitzenbereich zu entwickeln bis hin zu den aktuell bedeutendsten nationalen Werfertagen.

Für seine Verdienste um die Leichtathletik des Bezirks Halle wurde Horst Gröschel 1981 mit der Ehrenplakette des DVfL und 1988 mit dem Titel „Verdienter Meister des Sports“ ausgezeichnet.

Autor: Prof. Dr. W.-D. Heß/Ingrid Ritter

Bildmontage: Philipp Töpfer

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